Entspannt und produktiv arbeiten im Homeoffice

Arbeiten Sie auch von zu Hause aus? Das kann ein unendlicher Luxus sein aber auch ganz schön anstrengend.

Wenn meine Tochter ihren Homeoffice Tag hat, kümmere ich mich um die beiden Kinder. Hole sie von Kindergarten und Schule ab, wir essen zusammen und ich beaufsichtige sie bei den Hausaufgaben oder wir spielen etwas.  An manchen Tagen tricksen sie mich allerdings ganz schön aus und nutzen jede Gelegenheit, zu Mama ins Büro zu stürmen und sie von der Arbeit abzuhalten. Wenn dann noch viele Anrufe kommen ist meine Tochter am Abend ganz schön genervt und wünscht sich manchmal ins Büro gegangen zu sein.

Hilfreich ist in diesen Fällen das „Nein Sagen“ . Anstatt auf jede Störung der Kinder einzugehen, sollten klare Regeln aufgestellt werden. Wenn die Bürotür geschlossen ist, hat Mama keine Zeit und will nicht gestört werden. Um keine Unklarheiten aufkommen zu lassen kann z.B. eine Ampel an der Tür angebracht werden. Wenn sie rot zeigt, ist der Eintritt verboten, bei grün darf man die Tür vorsichtig öffnen und bei orange kann man leise klopfen. Wenn kein „Herein“ kommt, ist eine Störung ebenfalls nicht erwünscht.

Außerdem gehört zu klaren Regeln auch die Terminsetzung. Bis wann arbeitet Mama?
Je nach Alter der Kinder kann man ihnen sehr wohl klar machen, dass es auch zu Hause „Arbeitszeiten“ gibt während der eben nur die Oma als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Allerdings sollten Sie – wie im Firmenalltag auch – die angegebenen Zeiten (Termine) auch einhalten. Damit sind Sie verlässlich und die Kinder können die Regeln leichter respektieren.

Oftmals sind es aber gar nicht die fremdverursachten Arbeitsunterbrechungen die uns nerven, sondern  die  eigene Disziplinlosigkeit. Vor allem wenn wir Zuhause arbeiten, sind Ablenkungen größer als im Firmenbüro.
Während ich diesen Artikel schreibe poppt der Mailposteingang auf. Vier neue Nachrichten. Die Neugier bringt mich fast um und ich öffne – nur mal schnell – eine Mail deren Absender ich kenne und wo ich „eigentlich“ auf eine Antwort warte. Allerdings keinesfalls dringend. Und schon bin ich aus all meinen Gedanken für den Artikel herausgerissen. Ich habe Mühe, mich wieder auf den Inhalt zu konzentrieren. Deshalb hole ich mir rasch einen Tee. Und auf dem Weg in die Küche fällt mit ein, dass ich vorhin ja noch den Tisch im Wohnzimmer abwischen wollte. Und eigentlich könnte ich dann gleich die Wäsche in den Trockner schichten. Und spätestens da ist mein Plan für diesen Tag hinfällig. Und das nur wegen eigen verursachter Störungen.
Es ist ja nun nicht so, dass ich nichts getan hätte. Aber eben nicht das, was ich mir vorgenommen
hatte.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Durchhaltevermögen und Disziplin für die effiziente Arbeit im Homeoffice.

Ihre Christiane Mahlich