Kuba lebt immer im Hier und Jetzt

Machen Sie auch öfter verschiedene Tätigkeiten gleichzeitig? z.B. telefonieren und nebenbei Mails lesen oder mit Kollegen reden und „… nur noch schnell“ den Satz zu Ende schreiben?
Haben Sie das mit Ihrem Hund auch schon ausprobiert? Ihn z.B. auf seinen Platz zu schicken, aber nebenbei zu telefonieren.  Oder beim Gassigehen Bällchen werfen und sich mit einer Freundin zu unterhalten. Bei meiner Kuba läuft so etwas gründlich schief. Sie zeigt mir dann umgehend wo gerade ihre Aufmerksamkeit ist. Bei mir jedenfalls nicht!
Seit Kuba bei mir im Büro ist arbeite ich konzentrierter auch wenn ich das früher nicht gedacht hätte. Meist liegt sie unter meinem Schreibtisch und schläft oder döst vor sich hin. Aber ab und zu braucht sie Zuwendung und bringt mir ein Spielzeug oder will Streicheleinheiten. Das ist dann auch für mich eine willkommene Pause.

Hinterher bin ich umso konzentrierter und Kuba liegt wieder entspannt unter dem Tisch.

Ich habe gelernt, meine ungeteilte Aufmerksamkeit dem Moment oder der gerade anstehenden Tätigkeit zu widmen. Also im Hier und Jetzt zu sein. Kuba macht es mir jeden Tag vor. Wenn wir spielen, spielen wir. Dann ist sie ganz bei der Sache und mit ihrer vollen Aufmerksamkeit bei mir. Wenn wir Suchspiele machen ist voll konzentriert die versteckten Gegenstände zu finden. Es würde ihr dabei nicht einmal  einfallen, Häufchen zu machen oder einen Hundefreund zu begrüßen.

Besonders beim Spazierengehen fällt mir auf, dass die meisten Menschen mehrere Sachen gleichzeitig machen. Junge Mütter schieben mit einer Hand den Kinderwagen, in der anderen Hand das handy und der Hund ist irgendwo. Oder sie haben ihn an der Leine und das handy unter’s Ohr geklemmt. Dass sie sich dabei auf keine der Aktivitäten konzentrieren können liegt auf der Hand. Wir sind nämlich nicht Multitasking fähig. Auch wenn einige das immer wieder betonen.

Versuchen Sie immer wieder mal, Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit auf eine Sache zu lenken. Das kann der Blick auf den Baum vor dem Fenster sein, Ihr selig schlafender Hund zu Ihren Füßen, ein besonders schöner Stein den sie betrachten, oder Ihre Handfläche. Wissen Sie, wie Ihre Linien darin verlaufen? Oder konzentrieren Sie sich ganz auf Ihren Atem. Atmen Sie tief ein und lange und langsam wieder aus.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen entschleunigten Tag.
Ihre Christiane Mahlich

Ein Kommentar

  • Christiane Wittig 28. September 2017

    Auch ich kannte das Problem: wohin mit dem Hund während ich arbeite?
    Gott sei Dank habe ich einen sehr verständnisvollen Arbeitgeber und nette und kooperative KollegInnen, so dass der Mitnahme von Vroni nicht wirklich etwas im Wege stand. Und seit Vroni mitkommen darf, hat sich sogar das Betriebsklima verbessert, denn wer zeitweise unter Stress leidet, kommt einfach zu mir – bzw. zu Vroni. Und nach ein paar Streicheleinheiten, einem schmachtenden Blick und fröhlichem Schwanzwedeln sieht die Welt meist schon wieder rosig aus.
    Und für mich liegt der Entspannungsfaktor eindeutig auf den „Zwangspausen“, denn mittags muss Vroni eben Gassi gehen. Dadurch komme ich an die frische Luft und bekomme extra Bewegungseinheiten, die meinem Blutdruck gut tun und mich leistungsfähiger machen. Sehr zur Freude meines Arbeitgebers übrigens, weil ich so gut wie nie krank bin. Manchmal begleiten mich auch einige Kollegen auf unserer Runde und freuen sich über die Abwechslung. Wenn wir dann wieder im Büro sind, liegt Vroni entspannt auf ihrem Platz und träumt von der ereignisreichen Mittagspause.
    Mit entspannten Grüßen
    Kerstin und Vroni

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