Urlaub – nicht ohne mein Smartphone

…..verlangt ja auch keiner!                                                              

Obwohl es immer mehr Firmen gibt, die ihre Mitarbeiter zur Erholung „verdonnern“.

Aber stellen Sie sich vor: 2 Wochen ohne Verbindung zum Unternehmen. Da könnten die anderen sich ja vielleicht dran gewöhnen und Sie gar nicht vermissen. Oder Sie bekommen die wichtigsten Entwicklungen gar nicht mit.

Neulich saß im Flugzeug ein Herr neben mir, der offensichtlich aus dem Urlaub kam. Kurze Shorts und Hawaihemd ließen keinen anderen Schluß zu. Offensichtlich mitteilungsbedürftig erzählte er mir auch gleich dass er tatsächlich aus Hawai kam und von den kalten Temperaturen bei uns ziemlich überrascht war. Er hatte 3 Wochen Sonne pur genossen und das ohne sein Smartphone. Nun hatte er das Gefühl, dass doch einiges an ihm vorübergegangen sein könnte. Er fragte mich, was denn in der Zwischenzeit so passiert sei in Deutschland. Ich überlegte kurz und ging alle Horrornachrichten im Geiste durch. Aber abgesehen davon, dass ich nicht glaubte, ihm mit den ganzen Katastrophen einen Gefallen zu tun, fragte ich mich auch, ob es denn wirklich so wichtig sei, wie viele Morde inzwischen passiert waren und welche politischen Relevanzen wirklich erwähnenswert seien. Also antwortete ich: „nichts von wirklicher Bedeutung“.

Da meinte mein Gegenüber: „ ja, dachte ich es mir doch“.

Für mich wieder mal ein Beweis: wir kommen – zumindest zeitweise – ohne die permanente Erreichbarkeit und die Informationsflut aus ohne den Anschluß an das Weltgeschehen zu verlieren.

Wir müssen uns nur öfter die Frage stellen:

  • was mache ich mit genau dieser Information
  • wozu nützt sie mir
  • was passiert wenn ich sie nicht habe

Probieren Sie es doch mal an einem Wochenende aus. Schalten Sie Ihr Smartphone aus oder lassen Sie es zu Hause. Und dann prüfen Sie am Sonntag Abend welche elementaren Ereignisse und Nachrichten Sie versäumt haben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen entschleunigten Tag.
Ihre Christiane Mahlich