Planung von Trainingsmaßnahmen für das nächste Jahr

Bei einigen meiner Kunden beginnt bereits jetzt die Planung der Weiterbildungsmaßnahmen für das nächste Jahr. Und damit die Qual der Wahl. Bei manchen stehen neue Themen an, bei anderen fanden Budgetkürzungen statt und bei einigen soll alles bleiben wie es ist, nur anders werden.

Für Frau S. war es ein besondere Herausforderung, denn sie ist neu im Unternehmen und will es allen Recht machen. Allerdings ahnt sie schon, dass das nicht so einfach werden wird. Um den Stress für sie so gering wie möglich zu halten aber trotzdem ein für alle tragbares Ergebnis zu erzielen, fragte sie mich ob sie das Systemische Konsensieren zur Entscheidungsfindung einsetzen könnte. Da ich überzeugt bin, dass diese Methode immer ein Gewinn ist, besprachen wir die Vorgehensweise.

Als erstes stellte sie das Systemische Konsensieren ihren Mitarbeitern vor und erklärte kurz die Wirkungsweise. Sofort sprudelten die Vorschläge der Kollegen. Wie bei früheren Meetings entbrannten gleich hitzige Diskussionen und jeder versuchte den anderen mit Argumenten und Gegenargumenten zu überzeugen dass sein Vorschlag der bessere sei. An diesem Punkt war es Zeit, den SK-Prozeß zu erläutern.

Konsensieren als Prozeß

Problembeschreibung / Ausgangslage
Übergeordnete Fragestellung
Informations-Runde
Individuelle Sichtweisen
Vorschläge/Lösungssuche
Pro´s und Kontra´s
Vorläufige Bewertung der Vorschläge
Erkunden der Restwiderstände
Anpassen der Vorschläge
Endgültige Bewertung der Vorschläge
Endgültige Entscheidung

Die Ausgangslage war schnell geklärt: Das Weiterbildungsangebot für das nächste Jahr mußte erstellt werden.
Die Übergeordnete Fragestellung (ein Herzstück des SK-Prinzips) war in diesem Fall auch klar. Den Mitarbeitern sollten möglichst viele Maßnahmen zur Verfügung stehen.
In der Informationsrunde wurden die Fakten zu den Themen, Trainern, Mitarbeiterwünschen usw. dargelegt.
Bei den individuellen Sichtweisen konnte dann jeder seine Erfahrungen kundtun oder neue Ideen ins Spiel bringen.
Dadurch wurden bereits einige mögliche Vorschläge  im Vorfeld als unbrauchbar empfunden.
Bei der Lösungssuche wurden dann alle Vorschläge – wie bei einem brainstorming  – unkommentiert aufgenommen.
Anschließend erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Pro’s und Kontra’s zu den Vorschlägen zu formulieren.
Dann erfolgte die vorläufige Bewertung der Vorschläge.
An diesem Punkt wurde bereits eine Einigung und ein klares Ergebnis erzielt das alle Anwesenden mittragen konnten so daß die restlichen Prozeßpunkte gar nicht mehr relevant waren.

Das  Team war überrascht, nach wesentlich kürzerer Zeit als angenommen zu einem tragfähigen gemeinsamen Ergebnis  gekommen zu sein und beschloss, die Methode öfter einzusetzen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen harmonische und tragfähige Entscheidungen.
Ihre Christiane Mahlich