Entspannt und fit am Arbeitsplatz

Eine Freundin von mir ist vor einem halben Jahr zur Abteilungsleiterin befördert worden. Sie war sehr stolz, dass sie den Posten bekommen hatte und kniete sich voller Elan in ihre neue Aufgabe.

Als wir letzte Woche telefonierten – zum Treffen fehlte ihr die Zeit – klagte sie über immer stärker werdende Rückenschmerzen. Sie würde sich gerne Massagen verschreiben lassen oder wieder mal ins Fitness-Studio gehen, aber sie meinte, bei dem Stress, der Hektik und dem Termindruck nicht auch noch Zeit für ihr Wohlbefinden aufbringen zu können.

Dabei ist der intelligente Umgang mit den eigenen Kraftreserven eine elementare Voraussetzung für dauerhaften persönlichen und beruflichen Erfolg. Aber der Preis dafür  ist oft noch mehr Arbeit, noch mehr Stress, noch weniger Bewegung. Dies führt zu falscher Ernährung und auf Dauer zu Erschöpfung, Gereiztheit und Krankheitsanfälligkeit oder sogar zum Burnout.

Ständig im Stress und überbeschäftigt zu sein mag zwar als Zeichen von Wichtigkeit gelten, kommt aber bei Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern nicht gut an. Nur wer seinen eigenen Kräftehaushalt im Griff hat, kann im Umgang mit anderen souverän agieren. Deshalb schlug ich ihr vor, Entspannungs-übungen einfach in den Arbeitsalltag zu integrieren und sich durch aktives Bewußtseinsmanagement Freiräume zu schaffen.

Übrigens….. ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass sich Hunde nach dem Aufstehen immer erst strecken? Kuba dehnt und streckt ihre Muskeln und Sehnen und  gähnt dabei meist auch noch herzhaft.

Hier einige Übungen, die Sie „schnell mal…“ zwischendurch machen können und dadurch Ihre Kraftreserven mobilisieren und Ihre Konzentration erhöhen.

Unteren Rücken dehnen  (3 – 5 mal)

Stützen Sie sich auf der Sitzfläche des Bürostuhls ab. Knie leicht beugen und den Rücken rund machen. Den Kopf dabei locker hängen lassen, die Schulterblätter auseinander ziehen.

Oberen Rücken dehnen (3 – 5 mal)

Setzen Sie sich gerade auf den Stuhl, die Arme seitlich halten. Drehen Sie Ihre Daumen nach außen, drücken Sie die Brust raus und ziehen Sie Ihren Nacken lang. Leiten Sie dann die Gegenbewegung ein, indem Sie die Daumen nach innen drehen, den oberen Rücken runden und den Kopf entspannt hängen lassen.

Schultern lockern (5 mal)

Setzen oder stellen Sie sich aufrecht hin. Während Sie einatmen, ziehen Sie beide Schultern bis zu den Ohren nach oben. Atmen Sie wieder aus und führen dabei die Schultern wieder nach unten. Die Hände dabei Richtung Boden schieben.

Schultern kreisen (in beide Richtungen 5 mal)

Setzen oder stellen Sie sich aufrecht hin. Lassen Sie die Schultern nach vorne und nach hinten kreisen.

Oberschenkelvorderseite dehnen (10 – 20 Sekunden halten)

Aufrecht hinstellen und am Stuhl festhalten. Ein Bein anwinkeln und mit einer Hand das Fußgelenk hochziehen. Dabei Bauch und Gesäßmuskulatur anspannen um ein Hohlkreuz zu vermeiden.

Oberkörper dehnen (jede Seite 3 – 5 mal)

Setzen oder stellen Sie sich aufrecht hin. Greifen Sie mit einer Hand nach den Sternen und ziehen dabei die Körperseite ganz lang.

Durchblutung anregen  (10 – 15 mal)

Setzen Sie sich auf den vorderen Teil des Stuhles. Die Füße hüftbreit aufstellen. Heben Sie im Wechsel Fersen und Fußspitzen an.

Also dann… viel Spass bei Ihrem persönlichen Fitnessprogramm
Ihre Christiane Mahlich